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Bogenschießen

Bogenschießen Attila Kovacs.jpg

Erste ernsthafte Kontakte mit dem Bogenschießen hatte ich in meiner Heimat Ungarn. Mein Freund und Lehrer, Bela Koczka brachte mir die alte magyarische Tradition des Umgangs mit Bogen und Pfeilen nahe. Aus dem anfänglichen Spiel und Abenteuer, ist das Bogenschießen heute ein wichtiger Anteil meines Lebens geworden.

 

Bela und ich verbrachten viel Zeit mit Übungen und beobachteten verschiedene Bogenschießstile. Es wurden ausgiebig Erfahrungen in verschiedenen Altersgruppen, sowie in der Arbeit mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen gemacht. 

So hat sich allmählich mein eigener Stil in der Kunst des Bogenschießens deutlich herauskristallisiert.

 

Ich nenne diesen Stil  „freies Bogenschießen“, beruhend auf der alten Tradition  nomadisch lebender Menschen. Es geht dabei in erster Linie  um die individuelle Einheit von Geist, Körper, Bogen, Pfeil und Ziel. Tiefes Atmen und ruhig werden, die Aufmerksamkeit bewusst lenken und durch das "innere Zielen" eine starke Sammlung zu erfahren, sind Haltungen die sich nicht nur beim Bogenschießen, sondern in jeder alltäglichen Verrichtung auswirken und bewähren.

 

In den seit Februar 2001 laufenden Kursen, schießen wir mit ähnlichen Reflexbögen, wie sie schon Hunnen, Magyaren, Skyten und Mongolen vor mehr als 2000 Jahren verwendet haben. Die Kurse sind geeignet für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Kinder mit Eltern. Ein spezielles Angebot ist für Menschen mit kognitive und/oder mehrfacher Beeinträchtigung gedacht.

Es ist eine Entdeckungsreise, in der du dein Selbst als Bogen erkennst und deine Spannkraft erhöhst. All deine Ressourcen als Köcher und deine Talente und Fähigkeiten als Pfeile kennenlernst, mit denen du dich und die Welt, Instinkt sicher, in Schönheit berühren wirst und dabei auf deinem Weg des Herzens das Ziel der Freiheit nie aus den Augen verlierst.

Bogenschießen ist für mich nicht nur das Erbe unserer Vorfahren, Sport, Unterhaltung, Disziplin, die perfekte Ausführung eines bestimmten Bewegungsablaufs, sondern in erster Linie Meditation. Volle Präsenz im Hier und Jetzt. Wo unser Pfeil landet, entscheidet nur der innere Fokus im Bruchteil einer Sekunde. Wenn ich im Moment die Bilder der Vergangenheit und der Zukunft fernhalte und der Illusion der Gegenwart widerstehe, dann erschaffe ich meine Realität, indem ich aus einem bodenlos tiefen, ewigen Reservoir schöpfe. Ich erreiche mein Ziel, ruhend im Zauber des Augenblicks, in einer klaren und tiefen Entspannung.

Verein "Attila"➣

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